Wurftagebuch F

Uuups, unverhofft kommt oft. Ivy hatte sich in der Trächtigkeit gut entwickelt, die Ultraschalluntersuchung ließ 8-9 Welpen erkennen, alles ok. Sonntag, 08.02.2026: morgendlicher Alltag, Spaziergang mit den Dreien, noch 5 Tage bis zum errechnete Geburtstermin. Wieder zu Hause zeigte Ivy dunklen Ausfluss und die Alarmglocken erklangen. Also, ab zur Tierklinik, Ultraschall zur Überprüfung der Herztöne der Kleinen. Neben 7 (oder so) schlagenden Welpenherzen wurde auch ein verstorbener Welpe entdeckt. Da der Geburtskanal blockierte war, wurde kurz darauf ein Kaiserschnitt durchgeführt. Nach etwa 3 Stunden konnten wir dann Ivy, 9 lebende und einen verstorbenen Welpen abholen. Wie schön und wie schade ....

1.Woche

Da wir doch etwas überrumpelt waren, hatten wir die Zeit schnell genutzt, um die restliche Vorbereitungen zu treffen. So konnten Ivy und die 9 Welpen in die Wurfkiste einziehen. Solch eine Aufteilung hatten wir auch noch nicht: 2 Hündinnen, 7 Rüden. Alle waren gut drauf und entwickelt, die Geburtsgewichte lagen zwischen 320 und 410 Gramm, also durchaus normal.
Ivy war zunächst noch etwas benommen und konnte mit den schwarzen, quiekenden Knäuel nichts anfangen. Schließlich durften sie aber ihre erste Milch bekommen. Natürlich war die erste Nacht etwas unruhig. Alle mussten sich noch in ihren Rollen einfinden.
Am nächsten Tag klappte alles dann doch etwas besser und schließlich ging Ivy voll in ihrer Mutterrolle auf. Sie putzte, sorgte, ließ die Kleinen saugen. Schnell fanden sich auch die Menschen wieder in die Abläufe, geübt ist geübt.
Die Kleinen sind in kriechend schon ganz schön fix. Dauernd muss man durchzählen und einen oder mehrere suchen: unter einer Decke, hinter dem Kuschelring, im Mamas Fell.
Am 3.Tag durften die Kleinen schon an einem Programm zur neurologischen Frühförderung teilnehmen. Kaum auf der Welt, schon geht der Stress los, ganz schön anstrengend.
Ivy nimmt nun ihre Mutterrolle sehr ernst. Eigentlich wollte sie garnicht von den Kleinen weg. Ab Tag 4 nahm sie sich aber ein klein wenig Zeit um mal durch den Garten zu streifen oder sich außerhalb der Wurfbox auszuruhen - sehr toll!
Zu den Fotos: Die Hündinnen tragen das rote und das rosafarbene Bändchen.

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2.Woche

16.02.2026 Rosenmontag: Die Kleinen wachsen und gedeihen. Die Ersten haben ihr Geburtsgewicht verdoppelt - toll. Mittlerweile füllen sie schon ordentlich eine Hand, besonders tun sich natürlich wieder einige Rüden hervor. Das Karnevalstreiben und die Winterolympiade interessieren sie kein bißchen, wichtig sind trinken und schlafen. Und das klappt sehr gut. Oft hört man leisen Quieken aus der Wurfkisten, ob sie schon träumen. Da sie noch nicht hören und sehen können fragt man sich, wovon. Aber die Nasen funktionieren ordentlich zur Orientierung, besonders wenn Mama in der Nähe ist. Dann geht’s zielstrebig ab. Es wird an der Milchtankstelle angedockt und wenn dort besetzt ist, wird ein anderer Platz gesucht und gerungen. Die Kleinen können ganz schön energisch sein, wenn’s um den besten Platz geht. Da müssen wir schonmal etwas regulieren. Ach ja, die erste Maniküre musste auch schon sein. Die Krallen der Kleinen sind ganz schön spitz und sollen Mama beim Trinken nicht verletzen.
18.02.2026: 10 Tage sind sie nun schon alt, alle haben ihr Gewicht verdoppelt. Zur Anfang hatten alle 9 zusammen eine Gewicht von 3336 Gramm, nun sind es 7734 - ordentlich. Das Krabbeln ähnelt nun schon fast einem zaghaften Laufen. Alle vier Beine werden eingesetzt und der Körper hebt sich leicht vom Boden. Das Ganze doch noch recht zappelig und wackelig, aber immerhin. Wir glauben, dass bald die Augen aufgehen. Man kann bei einigen einen leichten Schlitz erahnen. Ivy macht ihre Sache weiterhin wunderbar, nimmt sich aber zunehmend eine Auszeit außerhalb der Wurfbox.
22.02.2026: Schon sind die Racker 2 Wochen alt. Sie wachsen ordentlich und nehmen gut zu. Alle haben die 1000 Gramm überschritten. Sie sehen schon etwas lustig aus: dicker Bauch und kurze Beine. Nun ja, das Gehen auf allen Vieren wird weiter geübt, klappt aber nur bedingt. Weiterhin wird rund um die Uhr gut geheizt, damit die Kleinen nicht auskühlen. Wir rennen bei 26-27 Grad im T-Shirt rum.
Ein kleines Drama gab’s: Einer der Kleinen hatte starke Schmerzen an einem Vorderlauf und weinte ordentlich. Nach Besuch bei der Tierärztin konnte Entwarnung geben werden, vielleicht hatte Mama mal drauf gelegen. Jedenfalls nichts Wildes und ein Schmerzmittel brachte Linderung. Danach war es auch wieder gut.

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3.Woche

25.02.2026: Die kleinen Augen blitzen noch in schmalen Schlitzen blau hervor. Die Schritte sind noch wackelig und nicht immer ganz koordiniert. Aber die Kleinen wachsen und wachsen. Waren sie zu Anfang eine Kleinigkeit in der Hand, sind sie nun schon ordentliche Brocken. Einige wiegen schon 1400 Gramm. Sie nehmen schön gleichmäßig zu, ein wenig müssen wir natürlich drauf achten, dass sie gleichmäßig versorgt werden. An Mamas Brust herrscht eifriges Gedränge und voll wird es auch. Gestern gab es die erste Wurmkur, die angewidert geschluckt wurde. Aber alle haben sie gut vertragen. Heute scheint die Sonne vom Garten aus in die Wurfkiste, sehr angenehm für die Kleinen. Währenddessen nimmt Ivy mit den anderen beiden Großen einen Sonnenbad im Garten. Auch mal wieder schön. Ivy ist weiterhin eine tolle Mama. Geduldig lässt sie die Kleinen trinken und putzt sie - toll.
01.03.2026: Langsam kommt mehr Bewegung in die Wurfkiste. Die Kleinen sind nun schon mobiler. Auch wenn sie mal umplumpsen, kommen sie gut voran. Und sie nehmen Kontakt auf, zu uns und zueinander. Da wird geschnuffelt und das Maul wird vorsichtig eingesetzt. Ein wenig wird auch gerauft und geknurrt. Es lohnt sich also, ein wenig zuzuschauen, oder sich mal in die Wurfkiste zu setzen: Beginn der Welpenbadens.

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4.Woche

04.03.2026: Jetzt kommt Bewegung in die Bude. Die Welpen sind munter auf vier Pfoten unterwegs und kommen gut voran. Sie nehmen immer mehr Kontakt auf und spielen miteinander. Da wird geschmust, gerauft, gebrummt und sogar geknurrt. Auch wenn sie noch überwiegend schlafen, gibt es nun viel zu sehen. Auch an uns wird geknabbert und rumgezuppelt. Ach ja: knabbern. Die Zähnchen kommen durch. Da werden sich die ersten Besucher am Wochenende aber wundern, wie gefährlich die Teufelchen sind.
Die Kleinen nehmen weiter gut zu, die ersten knacken die 2 Kilogramm-Marke. Es gab auch den ersten Fleischbrei und Milchbrei aus der flachen Schale. Das kommt gut an. Aber es muss noch geübt werden, nicht dadurch zu latschen und alles vollzuklecksen. Jedenfalls hat die schöne Zeit begonnen, denn es gibt viel zu sehen und zu grinsen. Mal schauen, was die Besucher sagen.
08.03.2026: Na, was wohl? Sie waren entzückt. Erwachsene Menschen mit Dauergrinsen vor der Wurfkiste, genau wie wir. Und es wurde gestreichelt, gekuschelt und gespielt. Es gibt aber auch viel zu sehen: wie sie nun spielen, kämpfen, knurren und manchmal zart bellen. Sie ringen mit Spielzeug und miteinander, sie sprinten kurz los, klettern auf und über die Kissen. Und sie beißen mit den spitzen Zähnchen in Finger und Zehen - autsch. Und sie durften zum ersten Mal raus auf die Terrasse. Das war spannend. Soviel Platz und so fremd. Aber sie haben es tapfer und gut gemeistert, sehr toll. Die Großen waren auch dabei und waren sehr lieb. Im Anschluss waren die Kleinen ordentlich müde. In der Wurfkiste und dem kleinen Auslauf wurde man dann noch mit den Menschen gekuschelt, um dann friedlich einzuschlafen.

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5.Woche

11.03.2026: Nun waren schon einige Besucher da, um sich mit uns an den Kleinen zu erfreuen. Natürlich sind alle begeistert. Und die Welpen lieben es zu kuscheln und zu knabbern. Sie werden weiterhin mobiler, spielen schön miteinander und geben Gas. Aber es werden auch die Kräfte gemessen und es wird miteinander gerungen. Da wird auch schonmal gequietscht, wenn es zu doll wird.
Der kleine Auslauf wird sehr gerne angenommen, da ist man doch auch näher am Geschehen. Auch die Terrasse ist toll. Soviel Platz, soviel neue Sachen. Mit dem Handfeger spielt es sich toll und auch die Gießkanne ist ein Gegner. Die Kleinen nehmen alles gelassen und können alles brauchen. Die zweite Wurmkur wurde auch gut verkraftet. Neben Mamas Milch gibt es jetzt öfter einen Milchbrei oder einen Fleischbrei, hmmmm. Also, die Kleinen sind fidel und Ivy geht’s auch gut. Die Welpen nehmen weiter gleichmäßig gut zu. Sie wiegen nun zwischen 2400 und 2600 Gramm.
15.03.2016: Ok, das war Anfang der Woche. Nun, Ende der 5.Woche: alle 3000 Gramm und mehr. Wie toll sie spielen, und Kontakt zu uns aufnehmen. Die einfachsten Gegenstände sind spannend: Gießkanne, Putzeimer, Kokosnussschale, Handfeger. Gerne wären die Kleinen viel mehr draußen auf der Terrasse. Das Wetter spielt leider nicht so gut mit, so dass sie mehrfach 20-30 Minuten dort laufen können. Dann aber ordentlich. In der nächsten Woche soll es besser werden, dann geht’s vielleicht in den Garten.
Nun waren schon viele Besucher da, natürlich alle ‘Neuen’. Alle staunen, wie schnell die Welpen wachsen und wie süß sie sind. Es werden schon Pläne für die Ankunft im neuen Zuhause geschmiedet und der erste gemeinsame Urlaub geplant. Bei der Namensgebung ist man sich noch nicht überall sicher, aber es ist ja auch noch Zeit.
Alle Welpen sind ausgeglichen und taff. Mitte der Woche dröhnte der Probealarm los: Terrassentür auf und .... nix und. Die Welpen blieben ruhig, einige schliefen weiter - cool.

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6.Woche

18.03.2026: Na hier ist was los. Die Welpen sind in die 6.Lebenswoche gestartet und mopsfidel. Sie nehmen weiter gut zu, wiegen zwischen 3400 und 3600 Gramm. Sie sind weiter unerschrocken und neugierig. Der Auslauf im Wohnzimmer wurde erweitert und gerne angenommen. Aber auch das Wohnzimmer und die Küche sind sehr interessant und werden bei Gelegenheit eingehend inspiziert. Da erforschen sie jede Ecke und nehmen gerne die Liegeflächen der Großen in Beschlag. Die müssen derweil draußen warten. Und sehr gerne geht’s auf die Terrasse. Dort locken neue Spielgeräte: Wackelscheibe, Wackelbrett, Kartons... Und die Neun nehmen alles wie selbstverständlich mit. Wir können nur staunen. Und dann war heute das Wetter schön. Also Auslauf auf dem Rasen aufgebaut,  ausgestattet und rein mit den Welpen. Die zauderten, fast 2 Sekunden, und dann wurde das neue Reich in Beschlag genommen. Sie sind begeistert.
22.03.2026: Und sie lieben es, das Spielen draußen auf dem Rasen: rennen, springen, toben, raufen, erkunden, schnuppern, zerren, aber auch schmusen und kuscheln. Der neue große, rote Tunnel wird gut angenommen zum Durchlaufen und Verstecken. Auch ein Gitter zum Drüberlaufen wird kaum als neu erkannt. Das ist schon eine tolle Truppe. Sehr gerne laufen sie auch durch Wohnzimmer und Küche. Wie schön in den Kudden der großen Hunde zu toben. Die Großen müssen dabei draußen warten. Es wäre zu wuselig und unübersichtlich, wenn die auch noch dabei wären. Die Welpen wachsen weiter schön und nehmen gut zu. Sie wiegen nun je um die 4000 Gramm. Da braucht ein Erwachsener schon zwei Hände zum Anheben.
Die Besucher sind weiterhin begeistert und staunen.

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Wir wissen, dass es einige ‘stille’ Mitleser des Tagebuchs gibt. Das freut uns natürlich. Besonders freut uns, dass unsere Welpen Thema der Erdmännchenklasse der Jürgen-Schumann-Grundschule in Schmitten sind. Also bemühen wir uns, den Schülern immer schöne Fotos und interessante Berichte zu bieten.
Da gibt es einen Welpen, der die Klasse eigentlich besonders begrüßen möchte, leider aber dabei eingeschlafen ist. Ja, so sind sie, die Welpen: erst rumtoben und dann umkippen und einschlafen.

Serene Lake
Grundschule Schmitten
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7.Woche

26.03.2026: Leider etwas verspätet. Da muss ich wohl ran, wenn’s dem Menschen nicht gut geht:
Hallo, ich bin Fryda. Ich bin stark und mutig und wohne bei Sabine und Hans und den drei Großen und meinen 8 Geschwistern im Gefängnis. Also zumindest wir neun Geschwister. Also eigentlich auch nicht immer. Oft dürfen wir aus der Umzäunung raus, in einer andere Umzäunung oder noch eine andere. Naja und die Menschen geben uns oft zu essen und Mama darf zu uns und ganz viele Spielsachen gibt es auch. Und Besuch. Besonders toll ist es im Garten auf dem Gras. Da ist viel Platz und Gelegenheit zum Spielen und Toben. Außerhalb von der Zaun ist noch viel mehr Platz, das kann ich sehen. Aber wir dürfen da noch nicht hin. ‘Nicht wiederfinden’, ‘Sorge vor dem Bussard’ und sowas sagen sie. Leider ist es im Moment recht kalt und es regnet, da sind wir dann doch lieber auf der Terrasse. Auch da geht’s manchmal hoch her. Im Wohnzimmer ist es auch schön. Hiermal reinkriechen, da mal was umwerfen. Auf den Plätzen der Großen rumtoben. Also, eigentlich geben sich die Menschen ja schon Mühe. Dauernd rennen sie mit einem Lappen hinterher und wischen unsere Sachen weg (ihr wisst schon, wenn mal mal plötzlich muss...).
Ahnt ihr denn schon, wer ich bin? Ich bin Fryda, die mutige und starke mit dem roten Halsbändchen.

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